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.:Chronik des TPV Lax:.
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Kaum ein Jahr nach der Übernahme der Pfarrei Lax gründete der junge Hochwürden, Herr Pfarrer Anselm Zenzünen
(t 1998), den Tambouren- und Pfeiferverein Lax. Am Sonntag den 30. September 1956 rief er die Jungmänner von Lax
zusammen, um mit ihnen die Gründung des Tambouren- und Pfeifervereins zu besprechen. Vom Oberwalliserverein waren
anwesend Pfeifermeister Albrecht und Tambourenmeister J. Eggel. Unter der Leitung von Pfarrer Zenzünen wurde am
5. Oktober desselben Jahres ein provisorisches Komitee bestellt. Als Kassier amtete Peter Imhof, Schriftführer
war Elmar Clausen, für die Präsidentenwahl erhielten Josef Mangold und Josef Guntern gleich viel Stimmen,
Letzterer stimmte sich selbst. Josef Mangold entschied sich für Vizepräsident und so wurde Josef Guntern das
angestrebte, ehrenvolle Amt als erster Präsident des Langer Tambouren- und Pfeifervereins zuteil. Unverzüglich
begann man unter der -Leitung der oben erwähnten Pfeifer- und Tambourenmeister fleissig zu üben.
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Um einen ersten Obolus für Anschaffungen sich anzueignen, organisierte der Tambouren- und Pfeiferverein am
18. November 1956 eine Stafette, welche Teilnehmer und Zuschauer aus dem ganzen Oberwallis zu verzeichnen hatte.
Nach einem Begrüssungswort von Pfarrer Zenzünen übernahm Grossrat Alois Imhasly das Zepter.
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Als Preise winkten unter anderem, eine durch die Gommer Grossräte gestiftete Walliserkanne und ein, vom bekannten Schnitzer Jerjen
angefertigtes Holzteller mit Lagger Wappen.
Geraume Zeit lag Grengiols 1 in Führung, das dann von Glis 1überflügelt wurde bis schliesslich Baltschieder den
Sieg davon trug. Den Seniorentitel holte sich eine Läufergruppe aus Lax. Finanziell mitunterstützt wurde die
Stafette durch eine Tombola, sodass schöne CHF 1200.- als Reinerlös verzeichnet werden durften. So nahm die
Veranstaltung mit Preisverteilung unter musikalischer Umrahmung durch eine Tambouren- und Pfeiferdelegation aus
Eyholz einen zufriedenen Abschluss.
Diese Veranstaltung kombiniert mit Lotto oder Tombola fand nun über einige Jahre im ähnlichen Rahmen zugunsten
des Vereins statt.
Der fleissige Einsatz der jungen Spielgruppe hatte sich gelohnt, denn schon 1957 durfte die Sektion Lax ein
erstes Mal am Verbandsfest in Visp auftreten.
Am 3. August 1958 fand die offizielle Gründungsfeier statt. Unter der Teilnahme der Patensektion Mund,
der Musikgesellschaft Grengiols und Delegation der Jungmannschaft aus dem Untergoms nahm die Feier einen schönen
Verlauf. Nach der Begrüssungsansprache durch Präsident Josef Imhasly wurde auf dem Platzji der Ehrenwein kredenzt.
Die anschliessende Feier fand unter der Leitung des Tafelmajors Felix Walker von Mörel im eigens hergerichteten
Festplatz statt. Das Wort ergriffen Gründer und Ortspfarrer Zenzünen, Verbandspräsident Bittel, Lehrer Theodul
Imhof und das eigentlicher Festredner Albert Imsand.
Anlässlich eines bunten Abends im Januar 1959 zeigten sich Tambouren und Pfeifer erstmals im schlichte
Einheitskleid, weisses Hemd, Blaue Schiffli-Mütze und dunkle Hose.
Zum eigenständigen Verein herangewachsen trennten sich die Tambouren und Pfeifer am 23. August 1968 von der
Jungmannschaft. Dem neuen Verein standen fortan Martin Perren als Präsident, Bruno Gischig als Dirigent,
sowie Richard Minnig als Tambourenleiter, respektive Josef Guntern als Pfeiferleiter vor.
Unter der bisher gemeinsamen Obhut mit der Jungmannschaft, bediente man sich für Auftritte des
Junmannschaftsbanners. Die vorgenommene Loslösung verlangt nun nach einer eigenen _Vereinsfahne, welche am
6. Juli 1969 eingeweiht werden durfte. Als Paten standen dem Banner Rosemarie Bodenmann und Hans Minnig (t 1974)
zur Seite. Seit der Einweihung bis zum heutigen Zeitpunkt ist unser Bannerherr Walter Imwinkelried seinem
ehrenvollen Amt treu geblieben.
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Als ein erster Höhepunkt ging zweifellos die Durchführung des Oberwalliser Ahnenmusikfestes am 1.-3. Juni 1973
in die Vereinsgeschichte ein. Es war wohl das grösste weltliche fest, das je im Dorf über die Bühne ging.
Einen Weiteren Akzent setzte man schliesslich mit der Uniformweihe vom 4. August 1974. Seither marschieren die
Tambouren- und Pfeifer aus Lax in historischen Kostümen auf. Bei ihrer Bekleidung handelt es sich um die Uniform der
vier Schweizer Infanterieregimente in königlich -französischen Diensten von 1816-1821, spezifisch um das
2. Infanterie-Linienregiment.
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Diese königlich-französischen Dienste wurden im Rahmen einer so genannten Kapitulation, d.h. eines Dienstverlängerungsvertrages
der in den Jahren 1815/16 zwischen dem französischen König Ludwig XVII und der Schweiz
getroffen wurde.
Die mannschaftstärke eines Garderegimentes betrug insgesamt 2277, dasjenige eines Linienregimentes
1956 Mann. Die Uniform des 2. Linienregimentes wurde gewählt, weil hier ausser Innerschweizer vor allem Walliser Dienst
leisteten.
Namentlich bekannt sind als Bataillonskommandanten Simon Zenklusen und Franz-Josef Taffiner aus Sitten,
Obersleutnant Leo Ignaz und mehr als zwei Duzend Hauptmänner und Leutnants.
Am 8. und 9. August 1981 feierte Lax sein silbernes Jubiläum. Der farbenprächtige Einmarsch, der geladenen Sektionen,
der Dorfvereine und Fahendelegationen, sowie Gäste und Ehrenmitglieder, ging die gute Erinnerung der Vereinsgeschichte
ein.
Bereits zweimal durfte Lax die Vereine Mund, Naters, Eggerberg, Brig-Glis und Brigerbad zu einem Regionstreffen einladen.
Ein erstes Mal geschah dies am 28. und 29. Juni 1986. Beim zweiten Treffen vom 30. und 31. August 1996 konnte man
zugleich auf das 40-jährige Bestehen des Vereins zurückblicken. Bereits dieses Fest stand unter der Leitung unseres
diesjährigen OK-Präsidenten Paul Imhof.
Im Stil der legendären früheren Dorffeste von Lax wurde auch dieser Anlass zu einem für alle Beteiligten unvergesslichen
Ereignis.
Am 11.-13 Juni wurde das Oberwalliser Tambouren- und Pfeiferfest erfolgreich in Lax durchgeführt.
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